Spina bifida

Was bedeutet „Spina bifida“?

Spina bifida, im Volksmund „offener Rücken“ genannt, ist eine angeborene Querschnittslähmung. In den ersten Wochen der Schwangerschaft bildet sich die schützende Wirbelsäule um das Rückenmark und die Nerven nur unvollständig aus. Als Folge sind die Beine des Neugeborenen (teilweise oder vollständig) gelähmt und die Funktion von Harnblase und Mastdarm beeinträchtigt. Je nach Schädigungshöhe und Größe des Defektes können die Beeinträchtigungen unterschiedlich stark ausfallen. So gibt es Betroffene, die mit speziellen Schuhen oder Schienen recht gut laufen können. Gleichwohl nutzen viele von ihnen für längere Strecken den Rollstuhl, weil dies Kräfte spart und schneller ist. Andere sind dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen und können nur mit bestimmten Hilfsmitteln stehen oder sitzen. Vielfach sind Operationen erforderlich, um bestimmte motorische Fähigkeiten zu erhalten oder Folgeschäden zu verhindern.

Johannes1 Johannes2 Johannes3

Neben motorischen Beeinträchtigungen liegt in den meisten Fällen bei Spina bifida-Betroffenen auch eine Beeinträchtigung von Harnblase und Mastdarm vor. Häufig ist die Entleerung der Harnblase mittels Katheter geboten, um die Funktion der Blase und der Nieren dauerhaft zu sichern. Auch der Darm muss bei vielen regelmäßig geleert werden, um eine unerwünschte ungeplante Darmentleerung zu verhindern – hierfür gibt es verschiedene Techniken und Hilfsmittel.

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